Fragen und Antworten
Die sechzehn Fragen, die am Telefon wirklich kommen — mit Antworten in ganzen Sätzen.
Die Fragen, die am Telefon wirklich kommen — mit Antworten in ganzen Sätzen.
Wo ein ganzer Artikel dazugehört, steht der Weg dorthin hinter der Antwort und nicht an ihrer Stelle. Wenn deine Frage nicht dabei ist, ruf an: Wir sagen dir lieber einmal ehrlich, dass etwas nicht geht, als dich zu einem Termin zu überreden.
Geld, Kasse und Abrechnung
Was kostet das — und was zahlt die Kasse davon?
Ab Pflegegrad 1 stehen dir 131 € im Monat als Entlastungsbetrag zu. In den meisten Fällen deckt der unsere Einsätze. Was darüber hinausgeht, rechnen wir nach Stundensätzen ab — die stehen offen im Preis- und Leistungsverzeichnis, damit du vorher ausrechnen kannst, wie weit dein Budget reicht.
Brauche ich dafür einen Pflegegrad?
Für die Abrechnung über die Pflegekasse ja — der Entlastungsbetrag hängt am Pflegegrad, ab Pflegegrad 1. Ohne Pflegegrad kannst du uns trotzdem buchen und selbst bezahlen. Und wenn du noch keinen hast: Sag uns Bescheid, wir erklären dir am Telefon, wie der Antrag läuft.
Muss ich erst bezahlen und mir das Geld dann zurückholen?
Nein. Wir sind ein anerkannter Entlastungs- und Betreuungsdienst nach § 45a SGB XI und rechnen direkt mit deiner Pflegekasse ab. Du unterschreibst einmal eine Abtretung und bekommst danach keine Rechnung, die du weiterreichen musst.
Was die Anerkennung bedeutet — und warum ohne sie niemand abrechnen kann
Und die Haushaltshilfe über die Krankenkasse?
Das ist ein anderer Topf: Nach einer Operation, bei einer Schwangerschaft oder wenn niemand sonst den Haushalt führen kann, zahlt manchmal die Krankenkasse eine Haushaltshilfe (§ 38 SGB V, bei Schwangerschaft § 24h SGB V) — nicht die Pflegekasse, und ohne Pflegegrad. Dafür braucht es eine ärztliche Bescheinigung.
Was passiert mit dem Geld, das ich nicht nutze?
Nicht genutzte Beträge sammeln sich an und verfallen erst am 30. Juni des Folgejahres. Wer im Januar anfängt, hat also oft mehr Budget zur Verfügung, als der Monatsbetrag vermuten lässt. Wie viel noch da ist, siehst du jederzeit im Lagom Leben Portal.
Gibt es außer dem Entlastungsbetrag noch etwas?
Ab Pflegegrad 2 kommen 3.539 € im Jahr für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege dazu — seit Juli in einem gemeinsamen Topf. Welche Leistung in deinem Fall am besten passt, klären wir im Erstgespräch; das ist keine Entscheidung, die du allein treffen musst.
Wer kommt — und wie es losgeht
Wie schnell könnt ihr anfangen?
Das hängt am Gebiet. Wo gerade Kapazität ist, fangen wir sofort an; in der Regel liegt zwischen deinem Anruf und dem ersten Einsatz etwa ein Monat. Gib deinen Wohnort ein, dann bekommst du eine ehrliche Antwort statt einer Vermutung.
Kommt immer dieselbe Person?
Ja, das ist der Punkt. Du bekommst feste Zeiten und eine feste Person, und du weißt vorher, wer klingelt. Bei Urlaub oder Krankheit springt jemand aus demselben Team ein — wir sagen dir vorher Bescheid, wer kommt, und nicht erst an der Tür.
Was passiert im Erstgespräch?
Wir kommen zu dir nach Hause, hören zu und schauen uns an, was im Alltag wirklich fehlt. Danach sagen wir dir, was wir übernehmen können, was die Kasse davon trägt und was es kostet. Das Gespräch ist kostenlos und verpflichtet zu nichts — vorbereiten musst du nichts.
Wer sind die Menschen, die zu mir kommen?
Alle sind bei uns fest angestellt, mit festem Monatsgehalt, bezahlter Fahrzeit und voller Sozialversicherung. Dazu erweitertes Führungszeugnis, Erste-Hilfe-Schulung und eine Ausbildung über unsere eigene Schulungsplattform. Sie wohnen in der Gegend und fahren feste Touren — deshalb kennt dich jemand mit Namen.
Kann ich einen Termin absagen oder verschieben?
Ja. Ein Anruf reicht, und je früher du Bescheid gibst, desto leichter lässt sich die Tour umbauen. Umgekehrt gilt dasselbe: Wenn sich bei uns etwas ändert, hörst du das rechtzeitig von uns und nicht, wenn niemand vor der Tür steht.
Was dazugehört — und was nicht
Damit niemand auf uns wartet, wo ein anderer Dienst der richtige ist.
Was gehört zur Haushaltshilfe?
Die übliche Arbeit in den bewohnten Räumen: Staubsaugen, wischen, Bad, Wäsche waschen und aufhängen, Betten, Einkauf. Was genau, entscheidest du — wir arbeiten mit dir und nicht über deinen Kopf hinweg.
Übernehmt ihr auch Pflege oder gebt Medikamente?
Nein — Pflegeleistungen und Medikamentengabe gehören nicht zu unserer Arbeit. Dafür arbeiten wir mit Pflegediensten in der Region zusammen und sagen dir gern, wen wir kennen. Beides nebeneinander ist der Normalfall: Der Pflegedienst kommt für die Pflege, wir für den Alltag drumherum.
Macht ihr auch Grundreinigung oder handwerkliche Arbeiten?
Nein. Die Grundreinigung nach einem Auszug, Fensterfronten am Gerüst, Renovierung, Garten- und Handwerksarbeiten sind eine andere Arbeit mit anderer Ausrüstung und anderer Versicherung. Frag trotzdem: Oft kennen wir jemanden, der sie macht.
Kommt ihr auch an Wochenenden oder abends?
Am Wochenende und an Feiertagen ist es möglich, kostet aber einen Zuschlag auf den Stundensatz. Ob es in deinem Gebiet gerade geht, hängt an der Tour — das sagen wir dir am Telefon, bevor du damit planst.
Bin ich an eine Mindestlaufzeit gebunden?
Nein. Der Bedarf ändert sich — nach einer Operation reichen ein paar Wochen, bei einer Demenz wird es über Jahre mehr. Sag uns, wenn sich etwas ändert, dann ändern wir den Umfang mit. Das ist der Maßstab, nach dem wir uns benannt haben.
Lieber einmal fragen als lange lesen?
Ruf an. Wir sagen dir, welche Leistung in deinem Fall in Frage kommt und ob wir in deinem Ort gerade jemanden frei haben. Das Gespräch kostet nichts und verpflichtet zu nichts.
Janka Hamelmann
Teamleitung Betreuung
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